Personen die keine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen können (weil Sie einen Risikoberuf ausüben oder zu viele Vorerkrankungen haben) könnten mit einer Unfallversicherung zumindest einen sehr eingeschränkten Invaliditätsschutz (nur infolge eines Unfalls) erhalten.
Beispiel Hausfrauen: für Hausfrauen ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung Teuer. Hausfrauen können bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung meistens außerdem maximal nur bis zu 1000 € monatlich absichern. Da im Haushalt besonders viele Unfälle passieren könnte in einem solchen Fall eventuell eine Unfallversicherung Sinn machen. Eine Unfallversicherung bietet allerdings keinen Versicherungsschutz für Erkrankungen mit anschließender Berufsunfähigkeit.
Eine Berufsunfähigkeit wird eher selten durch einen Unfall verursacht (eventuell weniger als 10 Prozent von allen Fällen). Man erhält bei einer Unfallversicherung nur Geld wenn ein körperlicher Schaden dauerhaft nach einem Unfall zurückbleibt. Der Grad der Invalidität und der abgeschlossene Tarif bestimmt die Versicherungsleistung. Beispiel: der Totalverlust von einem Finger könnte vielleicht mit 10 Prozent, der eines kompletten Armes mit 70 Prozent veranschlagt werden. Von Verbraucherschützern wird empfohlen einen Tarif mit einer Progression von 225 Prozent festzulegen. Ab 26 Prozent Invaliditätsgrad gibt es hierbei überproportional viel Rentenzahlung. Allerdings erhält man hier bei kleineren Schäden wenig Geld. Achten Sie darauf, dass Sie bei Invaliditätsgraden unterhalb von 26 Prozent noch eine ausreichende Summe erhalten. Es gibt Unfallversicherungen mit Beitragsrückgewähr, d. h. sie erhalten am Ende der Laufzeit einen Betrag ausgezahlt. Doch dies verteuert die Prämie der Unfallversicherung. Günstiger könnten Sie sich bei einer Unfallversicherung absichern, wenn Sie die Unfallversicherung nicht mit einer Rückgewähr verbinden. Möchten Sie Geld Sparen, mag es viel günstiger sein, einen gesonderten Spar-Vertrag abzuschließen.